Während die KPÖ bei der EU-Wahl am 9. Juni generell ihre Stimmen beinahe vervierfacht hat, erstarkte sie vor allem bei Wähler:innen von 16 bis 29 Jahren auf etwa 10%. Das ist kein Wunder: Die etablierten Parteien verschlechtern die Situation für junge Menschen immer weiter, die Zukunft ist vielen ungewiss.
Warum unser Bündnis mit der KPÖ?
Für KJÖ und KSV ging der KSV-Bundesvorsitzende und Student Lukas Pflanzer (auf Platz 16 der KPÖ-Liste) ins Rennen. Seine Kandidatur, aber auch die Kandidatur der KPÖ im Allgemeinen, wurde durch uns tatkräftig unterstützt. Aber warum eigentlich?
Seit Jahren rufen die Kriegstreiber:innen in Brüssel nach dem Aufbau einer „europäischen Armee“ - dieselben, die seit Jahrzehnten Waffen in Kriegs- und Krisengebiete schicken und damit aktiv einen Völkermord nach dem anderen unterstützen. Als wäre das jedoch nicht genug, belastet uns die neoliberale Politik dieser Führungsriege in allen Lebensbereichen: Lohndumping, die Schließung von Postämtern oder die Privatisierung der Telekommunikation sind das direkte Produkt von Verträgen, die in Brüssel ausgehandelt werden. Ungezügelter Freihandel, neoliberaler Kapitalismus, Aufrüstungsverpflichtungen und das Verbot von Verstaatlichung erschweren auch in Österreich eine soziale Politik.
Das Konzept der EU ist eindeutig: Neoliberale Politik, die die Profite der Reichen vermehrt, während wir durch die Finger schauen. Große Banken und Konzerne bekommen alles, was sie wollen: Privatisierungen, Deregulierung und Sozialkürzungen auf unsere Kosten.
Die KPÖ steht als einzige Partei für ein Europa, in dem die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung an erster Stelle stehen. Genau deshalb sind wir als KJÖ und KSV dieses Bündnis eingegangen und haben die KPÖ bei der EU-Wahl unterstützt.
Was das Ergebnis für uns bedeutet
Obwohl die KPÖ den Einzug ins EU-Parlament knapp verpasst hat, konnte sie ihr Ergebnis beinahe vervierfachen. Besonders das Resultat bei den Erst- und Jungwähler:innen (den 16- bis 29-Jährigen) ist für uns als KJÖ ein starkes Signal: Rund 10 % dieser Altersgruppe haben einer kommunistischen Partei ihr Vertrauen geschenkt.
Für uns ist dieses Ergebnis der klare Beweis, dass die Jugend Österreichs beginnt, an den Versprechungen und Illusionen des Kapitalismus zu zweifeln - und dass unser Kurs stimmt.



